Wie sich eine Wohnmobilreise in Australien wirklich anfühlt
Alles hier folgt aus den Entfernungen. Cairns nach Sydney an der Ostküste sind gut 3.000 km – weiter als Lissabon–Warschau. Eine Runde ab Melbourne über die Great Ocean Road hat 1.200 km und füllt trotzdem zwei Wochen. Einmal um den Kontinent fährt im Urlaub niemand: der Highway 1 ist 14.500 km lang. Nimm dir eine Küste oder einen Bundesstaat vor.
Es gibt auch nicht das eine Klima. Nördlich von etwa Rockhampton gibt es eine Regen- und eine Trockenzeit – die Regenzeit bringt Monsun, Zyklone und tagelang gesperrte Straßen –, während der Süden europäische Jahreszeiten hat, nur verschoben: Januar ist Hochsommer. Wer dir einen besten Monat für ganz Australien nennt, liegt für die Hälfte des Landes daneben.
Was europäische Fahrer überrascht, ist nicht der Linksverkehr – der sitzt nach einem Nachmittag. Es ist die Leere zwischen den Orten: Tankstellen zweihundert Kilometer auseinander, löchriger Empfang, Road Trains, die die ganze Straße brauchen, Kängurus darauf in der Dämmerung. Deshalb funktionieren hier die entschleunigten Wohnmobilrouten: zwei bis drei Nächte pro Ort, 200 bis 350 km an einem Fahrtag. Alle drei Routen unten sind so geplant.








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